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01 Dez 2011

Das erste Türchen…

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Heute ist nun schon der 1.Dezember und Weihnachten steht schon vor der Tür.

Es ist die Zeit des Zusammentreffens, der Weihnachtsmärkte, der gemütlichen Abende im Kreise der Familie / Freunde und auch des Stresses, der meist vielen Arbeit kurz vor Jahresende…

Ich selbst habe mir immer einen Adventskalender gewünscht, egal wie alt ich war bzw. bin und habe auch jedes Jahr einen bekommen. Dabei war es mir auch immer egal, was es für einer ist, hauptsache man hat dieses Gefühl der Vorfreude, was wohl heute dahintersteckt.

Ich habe auch oft selbst welche gebastelt, zusammengestellt, eingekauft und verschenkt und ich musste jedes Mal feststellen, dass es nicht gerade einfach ist, gleich 24 originelle Tütchen zu verpacken und das alles auch noch bis zum 30.11. jeweils fertig zu haben. Aber wenn man dann sieht, was für eine Freude jedes einzelne Türchen bereitet, ist alle Arbeit vergessen.

So und nun ist der 1.Dezember und man liest überall über online Adventskalender, wo man dann etwas bekommt oder Personen, die jeden Tag ein Bild veröffentlichen…. und da dachte ich mir, mache das zu deiner Advents-Aufgabe: Ein eigener Adventskalender, der so langsam in Weihnachtsstimmung versetzen soll 🙂

Für den 01.12.2011 habe ich mir eine Geschichte rausgesucht, die ich selbst immer wieder gerne durchlese, weil sie einen einfach in diese wunderschöne Nacht hinausträgt….

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Der kleine Nachtwächter und das Kleeblatt

Einmal, in einer Nacht voller Blütenduft und Sternengeflimmer, ging der kleine Nachtwächter mit seiner Laterne am Rande der Wiesen entlang und 22 bunte Nachtfalter flogen mit ihm.

Da sah er plötzlich, genau vor seinem rechten Fuss, ein vierblättriges Kleeblatt. “Oh”, sagte der kleine Nachtwächter erfreut. Und er bückte sich und pflückte es ab.

Und da ein vierblättriges Kleeblatt Glück bringt, beschloss er, die Leute zu wecken; denn das Glück ist schöner, wenn man es mit anderen teilt.

“Steht auf!” rief er. “Ich habe ein vierblättriges Kleeblatt gefunden!” Da kamen die Leute u ihm heraus: die Blumenfrau, der Dichter, der Drehorgelmann, das Luftballonmädchen und der Bauer. Sie setzten sich vor ihre Häuser und hielten Ausschau nach dem Glück. Ob es von links kommen würde, oder von rechts… oder gar von oben? Sie ließen die Blicke wandern und lauschten in die Nacht. Am Waldrand spielten die Rehe, und die Fuchsmutter balgte sich mit ihren Kindern herum. Ganz in der Nähe zirpte eine Grille und der sanfte Nachtwind pflückte Blütenflocken von den Bäumen und ließ sie über die Dächer rieseln. Da spazierten 15 Mäuschen die Dorfstraße entlang. Immer eines ein bisschen kleiner als das ander. Und der Mond spiegelte sich im Dorfteich. Das sah so hübsch aus, dass die Frösche einen Kreis um ihn bildeten und ihm ein Froschlied sangen. Das Bächlein murmelte und in der uralten Kastanie saßen die Eulen und träumten mit leuchtenden Augen in die Nacht.

Die Leute waren ganz still. Sie schauten den Hasen zu, die auf der Wiese Männchen machten und hörten die Glockenblumen läuten.

“Wann kommt denn endlich das Glück?” fragte plötzlich das Luftballonmädchen. “Pssst”, antwortete der kleine Nachtwächter und legte den Finger auf den Mund. “Es ist längst da. Die ganze Nacht ist angefüllt mit Glück. Spürt ihr es nicht?”

Da horchten die Leute in sich hinein und sie fanden das Glück. Und sie sahen es ringsumher. In den Tautropfen, in denen sich die Sterne spiegelten, im Tanz der Fledermäuse und im Wolkenspiel.

Die ganze Nacht saßen sie so. Gegen Morgen, als das vierblättrige Kleeblatt verwelkte, schliefen sie ein: der Dichter, die Blumenfrau, der Bauer, der Drehorgelmann, das Luftballonmädchen und zuletzt der kleine Nachtwächter….

von Gina Ruck-Rauquet

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Vielleicht habt ihr jetzt gerade ein paar Minuten von eurem Alltag abschalten können und diese kurze Geschichte genießen können.

Ich wünsche euch noch einen tollen Tag! Geht raus und genießt die Natur!

Für alle, die jetzt gesucht und nachgezählt haben… ich hab leider kein Bild von einem vierblättrigen Kleeblatt… 🙂

ein Kommentar
  1. Eva
    16 Mai 2016 antworten

    Vielen Dank für diese wundervolle Geschichte. Ich werde heute auf jeden Fall noch wandern gehen.
    Dort finde ich immer “das Glück “.

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